THE GRAND FINAL

                                      "THE JOURNEY STARTS IN YOUR MIND"

Alles steht und fällt mit einer grundlegenden Entscheidung, die man für sich trifft. Es geht darum sich selbst neuen Herausforderungen zu stellen, um daran zu wachsen. Die Essenz des Wachsens besteht darin, Entscheidungen zu treffen die einem herausfordern. Schicksale, Tiefschläge und andere Ereignisse sind durchaus sehr maßgeblich in der eigenen fotografischen Entwicklung. An dem Arbeiten und Wachsen was einem das ganze Leben beschäftigt und geformt hat. Sich ins kalte Wasser werfen, etwas machen, wovon man eigentlich keine Ahnung hat.

Es sollte dieses eine Projekt meines Lebens sein, nein DAS Projekt meines Lebens. Etwas was dich mental, intellektuell auf eine neue Ebene hebt. So ein wenig wie der Phönix aus der Asche oder der ewig totgeglaubte. Diese Energie, die dich auf einmal tief in ihren Bann zieht. Der eine Moment wenn die Abendsonne im Spätsommer dein Gesicht streift und du diese angenehme Wärme fühlst. Du das Lichtspiel in den Schluchten der Wolkenkratzer realisierst und diese ganz besondere Atmosphäre die diesen Ort soviel Kraft verleiht. Man ist gedanklich und körperlich vereint. Deine Sinne sind scharf und mit jeder Faser deines schwitzigen Körpers fühlst du diesen warmen Sommerwind, der über deinen Körper streift. Nur mit dir 30 Tage auf dich allein gestellt. Es ist dieses besondere Gefühl von Freiheit, Stärke und Einheit, die dich eins werden lässt mit dem was dich umgibt. Ein wenig hat es eben auch mit der Poesie der Fotografie zu tun, diesen Moment wenn du weißt,du hast ein Foto gemacht das dich stark berührt. Die Straßen von New York haben mir die Energie gegeben Neues zu schaffen, ein Buch mit 352 Seiten, in dem extrem viel Liebe steckt. Jeden Meter bin ich mit Eifer gelaufen, mit dem unbändigen Willen auf der einen Seite besser zu werden und auf der andren eben meine Ängste zu überwinden. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich mich das letzte Mal im Leben so lebendig gefühlt habe.

Wichtig war es das ich einen visuellen Faden finden würde, der durch das Buch führt. Die Topographie der Street-Fotografie hat ihre eigenen Regeln. Storytelling ist das wohl elementarste um was es in diesem Genre geht. Wenn man neu an einem Thema arbeitet ist es wohl das schwierigste, das Thema und die Visualität auf einen Nenner zu bringen. Mir war bewusst das ich mich wieder mit Menschen beschäftigen werde. Nur war ich viel zu schüchtern, habe mir nichts zugetraut als ich die ersten Tage durch New York gelaufen bin. Der größte Feind eines jeden Street-Fotografen ist mit Abstand der Kopf. Zuviel denken wir darüber nach wie wir unsere Motive auswählen, mit welcher Linse/Kamera wir arbeiten und wie ich am besten durch den Sucher schaue. Es ist die Macht der Komposition, des Lichtes und der Brennweite die ein Motiv zu etwas besonderen machen. Man muss lernen seiner Intuition zu folgen, dann fallen alle technischen Aspekte bei Seite. Wichtig ist natürlich schon das man versteht wie die Kamera, die ich habe funktioniert. Eine Leica liebt das Licht, keine andere Kamera kann die Schönheit des Moments so auf ihre eigene Art und Weise einfangen.

Es wie mit der Magie der Musik. Wenn ich mir „ In Rainbows“ von Radiohead anhöre dann habe ich das Gefühl und die starke Überzeugung das es mein Buch musikalisch am besten repräsentiert. Es ist am Ende die Kraft der Symphonie, die ein Lebensgefühl wiedergeben kann. Aber viel wichtiger ist der Schluss, der aus der Gesamtheit deines Schaffens kommt. Fotografie ist Selbstreflexion auf aller höchster Ebene. Ein visueller Psychologe, der dir einen Spiegel vorhält. Die eigene Nomenklatura deiner Persönlichkeit aufgespaltet in kleine Puzzleteile quasi dein eigenes Gefühlsperiodensystem. Niemand wird dich an deinem Vorhaben, deinem Mind-Set Hintern, wenn du nur fest daran glaubst und die Überzeugung, in dir wächst, dass du etwas tust was dich repräsentiert in jeder Form und Art deiner eigenen Existenz. Wenn man etwas für richtig erachtet sollte man es einfach angehen. Man kann niemanden die eigenen Versäumnisse vorwerfen. Die Erfahrungen, die ich in dieser Zeit gemacht habe kann mir keiner mehr nehmen. Allein deswegen ist euch so ein Projekt ans Herz zu legen. Fahrt dahin wo ihr immer schon hinwolltet.

28MM hat mich eines wirklich gelehrt. Es geht im Disziplin eine Vision von A bis Z durchzuführen. Mein Buch habe ich fast im Alleingang produziert. Meine wunderbare Kuratorin Bianca Winter hat mir die visuelle Ordnung beigebracht. Sie hat über 21 Jahre Erfahrung als Art Buyer. Sie hat mit Kollegen zusammengearbeitet die wir alle kennen. Zum Beispiel Lindbergh oder auch Richardson. Ein gnadenloses Auge geht ihr voraus und das weis ich sehr zu schätzen. Ihre Erfahrung hat das Buch zu etwas besonderen werden lassen. Wenn man auf Menschen trifft die eine Vision ohne viele Worte verstehen, ist das ein unglaublich vorteilhafter Zustand. 10.000 Bilder hatten wir zur Auswahl, 400 KM Fußweg und unglaubliche Schmerzen stecken in diesem Buch. Aber ich habe auch gelernt nur mit einer Kamera und einer Linse zu arbeiten, habe gelernt mich wie ein Reh zwischen den Massen der Menschen zu bewegen. Es hat nicht viel mit der typischen New York Erfahrung aus dem Kino Zutun, es ist das echte ungefilterte New York. 317 Bilder mussten ins Layout von mir gesetzt werden, genauso habe ich die Bildbearbeitung komplett selbst gemacht.

Nachdem ich mich dann mit Verlagen rumgeschlagen habe, war für mich klar das ich das Thema „Verlag“ und „Druck“ selber angehen werde. Paddy von Neunzehn72 mit dem ich letztes Jahr ein Interview hatte und der mittlerweile ein guter Freund geworden ist, bin ich dann die ganze Sache mit viel neuem Wissen angegangen. Bis zum eigentlichen Andruck sollten dann also 7 Monate vergehen. Am Tag als ich die Druckdaten abgeben musste war ich extrem nervös und ich musste dann mit viel Internetpower 27GB Druckdaten nach Hamburg schicken. 3 Tage später war dann Andruck. Ich war so nervös wie ein kleines Kind denn die Daten sind das eine, aber wie es dann auf dem Papier aussieht das andere. Zum Glück sehen alle Bögen hervorragend aus auch wenn ich bis heute noch nicht ganz das System verstanden habe wie diese dann angelegt werden. Das ist ja nicht das originale Layout was dann da auf jeweils 8 Bildern pro Bogen zu sehen ist, das ist alles sehr kompliziert sage ich euch!

Alle Bilder wurden komplett in Capture One entwickelt und haben nicht einmal Photoshop gesehen. Die Daten der Leica Q sind für die Art von Fotografie prädestiniert für Capture One, viel satter die Farben und die Kontraste. Light-Room ist einfach anders wenn es um Farben, Kontraste und Look geht. Durch die Kooperation mit Eizo war es mir möglich Druckdaten zu liefern die zu einem 1 zu 1 Ergebnis im Druck geführt haben. Besonders wenn es dann in die Tiefen geht werden viele Details auf dem Eizo sichtbar die bei einem iMac einfach im Nichts absaufen. Druck ist gnadenlos, jeder falsche Regler macht das Bild nicht unbedingt vorteilhafter oder aussagekräftiger. Weniger ist einfach mehr! So ein Eizo zeigt dir eben die reale Bilddatei mit all ihren Farben und Kontrasten. Jedem kann ich davon abraten seine Drucke mit einem Mac-Display zu bearbeiten, das führt unweigerlich in die falsche Richtung. Ja ich bezeichne das Arbeiten mit dem Mac Display als destruktiv, auch ist diese ganze 5 K und Ultra Ultra Auflösung nur dann vorteilhaft wenn man Bilder auf dem Display betrachtet. Das Druckergebnis läuft dabei Gefahr völlig anders auszusehen als das was man auf so einem scharfen Display sieht. Mittlerweile schärfe ich nicht einmal mehr nach, wozu auch.

Und nun habe ich mein erstes Buch fertig das ist ein unglaublich tolles Gefühl. Als Dank das der Vorverkauf so gut gelaufen ist, werde ich nochmal eine Aktion starten. Im VVK gab es das Buch für 69 Euro anstatt für 89 Euro. Nun kann ich nicht unfair sein und nochmal genau dasselbe machen. Deshalb werde ich das Buch nochmal für 10 Euro weniger anbieten bis zur Veröffentlichung des Buches am 3.5.2017.

 

 

 

Mitte Mai wird es auch einige Events mit Ausstellungen geben. Hier bin ich gerade am Organisieren. Ich hoffe euch hat meine kleine Reise gefallen und freue mich über euere Unterstützung bei diesem Projekt. Bald folgt auch ein schöner Bericht über das Projekt im Leica Fotografie international Magazin was weltweit zu haben sein wird. Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit , Tom

 

 

 

Eckdaten Buch:

Format quer 19cm x 30 cm

352 Seiten, Farbe

130 g/mÇ Condat matt Pèrigord Papier

Leinencover

Buchumschlag

Fadenbindung

Farbanstrich (Schwarz an den Seiten)

Prägung(Rot)

Gewicht: 1,6kg

Voraussichtliche Veröffentlichung 3.5.2017

Auflage 28MM streng limitiert 1000