THE NEW YORK PERSPECTIVE

copyright Tomaso Baldessarini

In einer Stadt wie New York sprechen die Lebensumstände der Menschen eine offene visuelle Sprache. Damit meine ich das man besonders New Yorkern ansieht, das sie hart für ihr Leben hier arbeiten müssen. Entweder man hat Geld oder man hat kein Geld. Ich habe mich hier viel mit Künstlern aus Europa unterhalten die hier leben. Viele von ihnen haben mindesten 2 Jobs und essen nur einmal am Tag um sich eine Schachtel Zigaretten leisten zu können. Man sieht der Stadt ihre Einsamkeit an, die New Yorker sind oft stark gezeichnet vom Leben hier. Man erkennt es an der Mimik und Gestik der Leute, auf der einen Seite ist man stolz hier zu leben und am amerikanischen Traum zu arbeiten und auf der anderen Seite schaffen es eben nur eine kleine Menge an Menschen hier. Das Leben in Manhattan ist sehr stressig, ein Fluss aus Stress, dicker Luft und der Isolation. Hier zu Leben bedeutet besonders eines, ein ständiger Kampf um die Lebensunterhaltskosten. Woody Allen hat es mit dem Großstadtneurotiker schon sehr gut auf einen Nenner gebracht. Wer hier leben und arbeiten will ist bereit dafür zu kämpfen, viele scheitern nach 2 bis 3 Jahren und zerbrechen am Druck. Diese Stadt interessiert sich nicht für dich und auf der anderen Seite ist sie aber bereit auch etwas zu geben. Nur ist es fraglich, ob es diese Isolation und Einsamkeit wert ist. Man trifft hier auf der Straße viele Leute die sich freuen wenn man ein ordentliches und tiefsinniges Gespräch hat. Jeder kämpft hier für sich und ich versuche diesen Zustand einzufangen. Diese Stadt macht nur Spaß, wenn man Teil des kapitalistischen Wertesystems ist bzw. zwingt dich die Stadt teil davon zu sein weil du sonst das kleine Loch, was sich Wohnung nennt, 10 qm hat und 1200 Dollar kostet nicht bezahlen kannst. Als Europäer ist es wirklich auffällig wie viele Menschen hier traurig und einsam sind. Die Wucht der Stadt erschlägt einen auch ein wenig.

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Meine Arbeit konzentriert sich immer mehr drauf genau zu zeigen, wie die New Yorker in ihrer Einsamkeit und Traurigkeit leben. Ich könnte nur eine Serie darüber machen " Traurige New Yorker beim Essen" oder auch eine ganze Serie über "New York UBahn-Momente". Die Menschen hier sind so sehr mit sich beschäftigt man hat das Gefühl das sie hier auch nichts mehr umhauen kann.  28 mm wird sich nur mit den Menschen dieser Stadt beschäftigen und ich sehe jeden Tag mehr Details. Beobachten und Geduld haben sind Dinge die hier wirklich wichtig sind. So faszinierend diese Stadt der Gegensätze ist so fühle ich mich manchmal sehr einsam hier obwohl ich viele Menschen kennenlerne. Diese Bilder werden mehr und mehr auch ein Ausdruck meiner Gefühlswelt und wie ich über das amerikanische Wertesystem denke und empfinde. Natürlich bin ich jemand der sich auf spezielle Charakter konzentriert, die vielleicht ein wenig extremer sind. Das Problem ist New York ist voller krasser Charaktere und manchmal sind es zuviel Eindrücke die mein Hirn erst Tage später richtig verarbeiten kann. Deshalb lasse ich die Bilder auch erstmal ein paar Tage liegen bevor ich sie mir dann anschauen um etwas mehr Abstand zu gewinnen. Euer, Tom

 

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