THE GRAND FINAL

                                      "THE JOURNEY STARTS IN YOUR MIND"

Alles steht und fällt mit einer grundlegenden Entscheidung, die man für sich trifft. Es geht darum sich selbst neuen Herausforderungen zu stellen, um daran zu wachsen. Die Essenz des Wachsens besteht darin, Entscheidungen zu treffen die einem herausfordern. Schicksale, Tiefschläge und andere Ereignisse sind durchaus sehr maßgeblich in der eigenen fotografischen Entwicklung. An dem Arbeiten und Wachsen was einem das ganze Leben beschäftigt und geformt hat. Sich ins kalte Wasser werfen, etwas machen, wovon man eigentlich keine Ahnung hat.

Es sollte dieses eine Projekt meines Lebens sein, nein DAS Projekt meines Lebens. Etwas was dich mental, intellektuell auf eine neue Ebene hebt. So ein wenig wie der Phönix aus der Asche oder der ewig totgeglaubte. Diese Energie, die dich auf einmal tief in ihren Bann zieht. Der eine Moment wenn die Abendsonne im Spätsommer dein Gesicht streift und du diese angenehme Wärme fühlst. Du das Lichtspiel in den Schluchten der Wolkenkratzer realisierst und diese ganz besondere Atmosphäre die diesen Ort soviel Kraft verleiht. Man ist gedanklich und körperlich vereint. Deine Sinne sind scharf und mit jeder Faser deines schwitzigen Körpers fühlst du diesen warmen Sommerwind, der über deinen Körper streift. Nur mit dir 30 Tage auf dich allein gestellt. Es ist dieses besondere Gefühl von Freiheit, Stärke und Einheit, die dich eins werden lässt mit dem was dich umgibt. Ein wenig hat es eben auch mit der Poesie der Fotografie zu tun, diesen Moment wenn du weißt,du hast ein Foto gemacht das dich stark berührt. Die Straßen von New York haben mir die Energie gegeben Neues zu schaffen, ein Buch mit 352 Seiten, in dem extrem viel Liebe steckt. Jeden Meter bin ich mit Eifer gelaufen, mit dem unbändigen Willen auf der einen Seite besser zu werden und auf der andren eben meine Ängste zu überwinden. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich mich das letzte Mal im Leben so lebendig gefühlt habe.

Wichtig war es das ich einen visuellen Faden finden würde, der durch das Buch führt. Die Topographie der Street-Fotografie hat ihre eigenen Regeln. Storytelling ist das wohl elementarste um was es in diesem Genre geht. Wenn man neu an einem Thema arbeitet ist es wohl das schwierigste, das Thema und die Visualität auf einen Nenner zu bringen. Mir war bewusst das ich mich wieder mit Menschen beschäftigen werde. Nur war ich viel zu schüchtern, habe mir nichts zugetraut als ich die ersten Tage durch New York gelaufen bin. Der größte Feind eines jeden Street-Fotografen ist mit Abstand der Kopf. Zuviel denken wir darüber nach wie wir unsere Motive auswählen, mit welcher Linse/Kamera wir arbeiten und wie ich am besten durch den Sucher schaue. Es ist die Macht der Komposition, des Lichtes und der Brennweite die ein Motiv zu etwas besonderen machen. Man muss lernen seiner Intuition zu folgen, dann fallen alle technischen Aspekte bei Seite. Wichtig ist natürlich schon das man versteht wie die Kamera, die ich habe funktioniert. Eine Leica liebt das Licht, keine andere Kamera kann die Schönheit des Moments so auf ihre eigene Art und Weise einfangen.

Es wie mit der Magie der Musik. Wenn ich mir „ In Rainbows“ von Radiohead anhöre dann habe ich das Gefühl und die starke Überzeugung das es mein Buch musikalisch am besten repräsentiert. Es ist am Ende die Kraft der Symphonie, die ein Lebensgefühl wiedergeben kann. Aber viel wichtiger ist der Schluss, der aus der Gesamtheit deines Schaffens kommt. Fotografie ist Selbstreflexion auf aller höchster Ebene. Ein visueller Psychologe, der dir einen Spiegel vorhält. Die eigene Nomenklatura deiner Persönlichkeit aufgespaltet in kleine Puzzleteile quasi dein eigenes Gefühlsperiodensystem. Niemand wird dich an deinem Vorhaben, deinem Mind-Set Hintern, wenn du nur fest daran glaubst und die Überzeugung, in dir wächst, dass du etwas tust was dich repräsentiert in jeder Form und Art deiner eigenen Existenz. Wenn man etwas für richtig erachtet sollte man es einfach angehen. Man kann niemanden die eigenen Versäumnisse vorwerfen. Die Erfahrungen, die ich in dieser Zeit gemacht habe kann mir keiner mehr nehmen. Allein deswegen ist euch so ein Projekt ans Herz zu legen. Fahrt dahin wo ihr immer schon hinwolltet.

28MM hat mich eines wirklich gelehrt. Es geht im Disziplin eine Vision von A bis Z durchzuführen. Mein Buch habe ich fast im Alleingang produziert. Meine wunderbare Kuratorin Bianca Winter hat mir die visuelle Ordnung beigebracht. Sie hat über 21 Jahre Erfahrung als Art Buyer. Sie hat mit Kollegen zusammengearbeitet die wir alle kennen. Zum Beispiel Lindbergh oder auch Richardson. Ein gnadenloses Auge geht ihr voraus und das weis ich sehr zu schätzen. Ihre Erfahrung hat das Buch zu etwas besonderen werden lassen. Wenn man auf Menschen trifft die eine Vision ohne viele Worte verstehen, ist das ein unglaublich vorteilhafter Zustand. 10.000 Bilder hatten wir zur Auswahl, 400 KM Fußweg und unglaubliche Schmerzen stecken in diesem Buch. Aber ich habe auch gelernt nur mit einer Kamera und einer Linse zu arbeiten, habe gelernt mich wie ein Reh zwischen den Massen der Menschen zu bewegen. Es hat nicht viel mit der typischen New York Erfahrung aus dem Kino Zutun, es ist das echte ungefilterte New York. 317 Bilder mussten ins Layout von mir gesetzt werden, genauso habe ich die Bildbearbeitung komplett selbst gemacht.

Nachdem ich mich dann mit Verlagen rumgeschlagen habe, war für mich klar das ich das Thema „Verlag“ und „Druck“ selber angehen werde. Paddy von Neunzehn72 mit dem ich letztes Jahr ein Interview hatte und der mittlerweile ein guter Freund geworden ist, bin ich dann die ganze Sache mit viel neuem Wissen angegangen. Bis zum eigentlichen Andruck sollten dann also 7 Monate vergehen. Am Tag als ich die Druckdaten abgeben musste war ich extrem nervös und ich musste dann mit viel Internetpower 27GB Druckdaten nach Hamburg schicken. 3 Tage später war dann Andruck. Ich war so nervös wie ein kleines Kind denn die Daten sind das eine, aber wie es dann auf dem Papier aussieht das andere. Zum Glück sehen alle Bögen hervorragend aus auch wenn ich bis heute noch nicht ganz das System verstanden habe wie diese dann angelegt werden. Das ist ja nicht das originale Layout was dann da auf jeweils 8 Bildern pro Bogen zu sehen ist, das ist alles sehr kompliziert sage ich euch!

Alle Bilder wurden komplett in Capture One entwickelt und haben nicht einmal Photoshop gesehen. Die Daten der Leica Q sind für die Art von Fotografie prädestiniert für Capture One, viel satter die Farben und die Kontraste. Light-Room ist einfach anders wenn es um Farben, Kontraste und Look geht. Durch die Kooperation mit Eizo war es mir möglich Druckdaten zu liefern die zu einem 1 zu 1 Ergebnis im Druck geführt haben. Besonders wenn es dann in die Tiefen geht werden viele Details auf dem Eizo sichtbar die bei einem iMac einfach im Nichts absaufen. Druck ist gnadenlos, jeder falsche Regler macht das Bild nicht unbedingt vorteilhafter oder aussagekräftiger. Weniger ist einfach mehr! So ein Eizo zeigt dir eben die reale Bilddatei mit all ihren Farben und Kontrasten. Jedem kann ich davon abraten seine Drucke mit einem Mac-Display zu bearbeiten, das führt unweigerlich in die falsche Richtung. Ja ich bezeichne das Arbeiten mit dem Mac Display als destruktiv, auch ist diese ganze 5 K und Ultra Ultra Auflösung nur dann vorteilhaft wenn man Bilder auf dem Display betrachtet. Das Druckergebnis läuft dabei Gefahr völlig anders auszusehen als das was man auf so einem scharfen Display sieht. Mittlerweile schärfe ich nicht einmal mehr nach, wozu auch.

Und nun habe ich mein erstes Buch fertig das ist ein unglaublich tolles Gefühl. Als Dank das der Vorverkauf so gut gelaufen ist, werde ich nochmal eine Aktion starten. Im VVK gab es das Buch für 69 Euro anstatt für 89 Euro. Nun kann ich nicht unfair sein und nochmal genau dasselbe machen. Deshalb werde ich das Buch nochmal für 10 Euro weniger anbieten bis zur Veröffentlichung des Buches am 3.5.2017.

 

 

 

Mitte Mai wird es auch einige Events mit Ausstellungen geben. Hier bin ich gerade am Organisieren. Ich hoffe euch hat meine kleine Reise gefallen und freue mich über euere Unterstützung bei diesem Projekt. Bald folgt auch ein schöner Bericht über das Projekt im Leica Fotografie international Magazin was weltweit zu haben sein wird. Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit , Tom

 

 

 

Eckdaten Buch:

Format quer 19cm x 30 cm

352 Seiten, Farbe

130 g/mÇ Condat matt Pèrigord Papier

Leinencover

Buchumschlag

Fadenbindung

Farbanstrich (Schwarz an den Seiten)

Prägung(Rot)

Gewicht: 1,6kg

Voraussichtliche Veröffentlichung 3.5.2017

Auflage 28MM streng limitiert 1000

THE NEW YORK PERSPECTIVE

copyright Tomaso Baldessarini

In einer Stadt wie New York sprechen die Lebensumstände der Menschen eine offene visuelle Sprache. Damit meine ich das man besonders New Yorkern ansieht, das sie hart für ihr Leben hier arbeiten müssen. Entweder man hat Geld oder man hat kein Geld. Ich habe mich hier viel mit Künstlern aus Europa unterhalten die hier leben. Viele von ihnen haben mindesten 2 Jobs und essen nur einmal am Tag um sich eine Schachtel Zigaretten leisten zu können. Man sieht der Stadt ihre Einsamkeit an, die New Yorker sind oft stark gezeichnet vom Leben hier. Man erkennt es an der Mimik und Gestik der Leute, auf der einen Seite ist man stolz hier zu leben und am amerikanischen Traum zu arbeiten und auf der anderen Seite schaffen es eben nur eine kleine Menge an Menschen hier. Das Leben in Manhattan ist sehr stressig, ein Fluss aus Stress, dicker Luft und der Isolation. Hier zu Leben bedeutet besonders eines, ein ständiger Kampf um die Lebensunterhaltskosten. Woody Allen hat es mit dem Großstadtneurotiker schon sehr gut auf einen Nenner gebracht. Wer hier leben und arbeiten will ist bereit dafür zu kämpfen, viele scheitern nach 2 bis 3 Jahren und zerbrechen am Druck. Diese Stadt interessiert sich nicht für dich und auf der anderen Seite ist sie aber bereit auch etwas zu geben. Nur ist es fraglich, ob es diese Isolation und Einsamkeit wert ist. Man trifft hier auf der Straße viele Leute die sich freuen wenn man ein ordentliches und tiefsinniges Gespräch hat. Jeder kämpft hier für sich und ich versuche diesen Zustand einzufangen. Diese Stadt macht nur Spaß, wenn man Teil des kapitalistischen Wertesystems ist bzw. zwingt dich die Stadt teil davon zu sein weil du sonst das kleine Loch, was sich Wohnung nennt, 10 qm hat und 1200 Dollar kostet nicht bezahlen kannst. Als Europäer ist es wirklich auffällig wie viele Menschen hier traurig und einsam sind. Die Wucht der Stadt erschlägt einen auch ein wenig.

copyright Tomaso Baldessarini

copyright Tomaso Baldessarini

copyright Tomaso Baldessarini

copyright Tomaso Baldessarini

copyright Tomaso Baldessarini

Meine Arbeit konzentriert sich immer mehr drauf genau zu zeigen, wie die New Yorker in ihrer Einsamkeit und Traurigkeit leben. Ich könnte nur eine Serie darüber machen " Traurige New Yorker beim Essen" oder auch eine ganze Serie über "New York UBahn-Momente". Die Menschen hier sind so sehr mit sich beschäftigt man hat das Gefühl das sie hier auch nichts mehr umhauen kann.  28 mm wird sich nur mit den Menschen dieser Stadt beschäftigen und ich sehe jeden Tag mehr Details. Beobachten und Geduld haben sind Dinge die hier wirklich wichtig sind. So faszinierend diese Stadt der Gegensätze ist so fühle ich mich manchmal sehr einsam hier obwohl ich viele Menschen kennenlerne. Diese Bilder werden mehr und mehr auch ein Ausdruck meiner Gefühlswelt und wie ich über das amerikanische Wertesystem denke und empfinde. Natürlich bin ich jemand der sich auf spezielle Charakter konzentriert, die vielleicht ein wenig extremer sind. Das Problem ist New York ist voller krasser Charaktere und manchmal sind es zuviel Eindrücke die mein Hirn erst Tage später richtig verarbeiten kann. Deshalb lasse ich die Bilder auch erstmal ein paar Tage liegen bevor ich sie mir dann anschauen um etwas mehr Abstand zu gewinnen. Euer, Tom

 

copyright Tomaso Baldessarini

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copyright Tomaso Baldessarini

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copyright Tomaso Baldessarini

copyright Tomaso Baldessarini

copyright Tomaso Baldessarini

copyright Tomaso Baldessarini

copyright Tomaso Baldessarini

copyright Tomaso Baldessarini

GET THE FUCK CLOSE

Manhattan 2016 // Tomaso Baldessarini 

New York ist eine Stadt der Gegensätze, unglaubliche Situationen spielen sich im Bruchteil von Millisekunden ab. Die letzten Tage waren ein Kampf für mich, ich musste für mich eine Technik entwickeln, um so schnell zu fotografieren das ich nicht erst durch den Sucher schauen muss. Ich mag diese Art der Straßen-Fotografie. Hier geht es besonders darum persönliche Ängste zu überwinden, sehr nah an die Menschen mit der Kamera zu gehen und im richtigen Moment "On Point" zu sein. Solche Situationen fotografiert man nicht mit Autofokus, der ist viel zu langsam. Man muss lernen aus der Hand manuell zu fokussieren. Eins mit der Kamera zu werden, schnelle Belichtungszeiten und eine Blende, die relativ zu ist sind hier wirklich das Handwerkszeug. Meine Art zu fotografieren braucht viel Übung. Die letzten Tage bin ich wirklich verzweifelt, weil die Schüsse die ich im Kasten haben wollte, oft nicht funktioniert haben, weil der Auto-Fokus absolut nicht funktioniert hat. Nun ist der Knoten geplatzt und ich habe es endlich verstanden die Leica blind zu bedienen. Ich setze meinen manuellen Fokus immer zwischen 60 cm bis 2 m, weil ich gelernt habe abzuschätzen wie der Fokus am besten sitzt. Voraussetzung ist perfektes Licht und mindestens eine Blende von 8. Um die Mimik der Menschen wirklich auf den Punkt einzufrieren, belichte ich mindestens mit 1/1000. Man muss so verdammt schnell sein und gleichzeitig so fotografieren das es die Menschen nicht mitbekommen. Das 28 mm zwingt dich förmlich nah ran zu gehen, das ist wirklich eine Disziplin, die ich für mich neu entdecke.

Ich liebe ungeschönte, ehrliche und bizarre Momente aber auch diese Situationen die uns die Schönheit des Alltags wieder einmal deutlich machen. ( New York ist der beste Platz dafür). Die Menschen sind so mit sich und ihrem Leben beschäftigt das mich die meisten gar nicht erst mitbekommen. Außerdem bin ich immer schwarz angezogen, damit ich nicht auffalle. Man muss sehr viel Mut aufbringen, um wirklich nah an die Menschen zu kommen. Alles eine Frage der Taktik und des richtigen Momentes. Wichtig ist, das man sich schon vorher geeignete Spots mit dem perfekten Licht aussucht und beobachtet wie schnell oder langsam sich die Menschen bewegen. Ein Zusammenspiel aus vielen verschiedenen Faktoren. Die New Yorker sind sehr leicht von den Touristen zu unterscheiden.

Manhattan 2016 // Tomaso Baldessarini 

Manhattan 2016 // Tomaso Baldessarini 

Manhattan 2016 // Tomaso Baldessarini 

Manhattan 2016 // Tomaso Baldessarini

Manhattan 2016 // Tomaso Baldessarini 

Endlich bin ich mitten drin statt nur dabei, die Art wie ich gerade arbeite ermöglicht mir wirklich alle Situationen so festzuhalten, wie ich mir das wünsche. Es ist relativ einfach aus der Hand zu fokussieren. Wer gut Distanzen einschätzen kann, wird es relativ schnell lernen. Der größte Fehler ist zu lange zu überlegen, man muss sofort reagieren damit man wirklich das beste aus jeder Situation rausholt. Man sollte sich nicht zu viel mit seiner Kamera auseinandersetzen. Wichtig ist das man sich auf das wesentliche konzentriert und dabei sein Werkzeug versteht. 28mm sind für mich wirklich Freiheit, die Linse ist ein Traum genau so, wie es die wirklich bizarren Menschen hier teilweise sind. Endlich bin ich im Tunnel und nach 10 Tagen das erste Mal glücklich das ich auf den richtigen Weg bin. Ich habe rund 8 kg verloren in den letzten Tagen, ich habe mich dabei beobachtet, dass ich zu sehr nachgedacht habe und meine Arbeit schlecht gemacht habe. Nun ich bin ein sehr kritischer Mensch besonders wenn, es um meine Arbeit geht. So ein Projekt macht sich nicht von allein aber jeden Tag die Kraft aufzubringen sich auf die Straße zu trauen und das mehrere Stunden, das braucht eines: „Das ist Fokus und Willenskraft“. Im Allgemeinen muss ich feststellen das Street-Photography wirklich unterschätzt ist, sowohl handwerklich als auch inhaltlich bedarf es schon einigem. Im Studio hat man eben alles unter Kontrolle, auf der Straße kannst du nie wissen was passiert. Ein Fehler und es kann passieren das, das fotografische Objekt nicht so nett reagiert. Seid schnell, seid fokussiert, arbeitet konstant und lasst euch nie zu negativ stimmen, wenn etwas nicht gleich funktioniert. Ich bin jetzt im Tunnel und das für mindestens noch 20 Tage… Darum liebe ich die Fotografie, so hart es manchmal ist, aber wenn du an diesen Punkt kommst, wo du mit einer Karte voll mit faszinierenden Bildern nachhause kommst und ein Grinsen im Gesicht hast. Viel Spaß beim Bilder schauen, das ist nur eine kleine Auswahl von heute.

Manhattan 2016 // Tomaso Baldessarini 

Manhattan 2016 // Tomaso Baldessarini 

Manhattan 2016 // Tomaso Baldessarini 

Manhattan 2016 // Tomaso Baldessarini

Manhattan 2016 // Tomaso Baldessarini

Manhattan 2016 // Tomaso Baldessarini

Manhattan 2016 // Tomaso Baldessarini

Manhattan 2016 // Tomaso Baldessarini

Manhattan 2016 // Tomaso Baldessarini

Manhattan 2016 // Tomaso Baldessarini

The Magic of Light

China Town // Tomaso Baldessarini 2016

China Town // Tomaso Baldessarini 2016

New York ist eine Stadt voller Kulturen, Religion und Lebendigkeit. Man braucht ein paar Tage um in die Stadt so richtig einzutauchen. Mit der Stadt verhält es sich so ähnlich wie mit jenen der zum ersten Mal ein Nick Cave Album hört. Umso öfter du Nick hörst umso tiefer taucht man in die musikalische Pracht ein. So verhält es sich auch mit New York, umso länger du dich auf den Straßen bewegst, so mehr spürst du diesen Puls. Ich bin fasziniert von der Nacht hier, es ist alles beleuchtet und selbst in der dunkelsten Straße findet man etwas spannendes. Natürlich ist das manchmal nicht so ungefährlich. Gerade bin ich sehr viel in China Town unterwegs. Dieser Ort hat etwas Magisches was mich immer mehr und mehr anzieht. Die Kulissen erinnern ein wenig an Blade Runner. An jeder Ecke findet man bizarre Situationen, gerade diese sind es die mich faszinieren. 

 

China Town // Tomaso Baldessarini 2016

China Town // Tomaso Baldessarini 2016

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China Town // Tomaso Baldessarini 2016

China Town // Tomaso Baldessarini 2016

China Town // Tomaso Baldessarini 2016

China Town // Tomaso Baldessarini 2016

China Town // Tomaso Baldessarini 2016

China Town // Tomaso Baldessarini 2016

Eigentlich wollte ich ja nun ein Buch über ganz New York machen, da aber jeder Stadtteil dieser Stadt so komplex ist, werde ich eine mehrteilige Buchreihe machen. Ich fange mit Manhattan an und werde dann auch Queens, Brooklyn und die Bronx jeweils mit einem Buch portraitieren. 4 Wochen sind nicht genug Zeit um die Stadt in ihrer vollen Wucht zu fotografieren. Es sei denn man möchte einen Bildband mit vielen Touristenbildern haben. So werde ich also jedes Jahr einmal hier her kommen und immer wieder ein neues Buch erstellen. So wird also ein Langzeit-Projekt draus. Ich möchte die Stadt einfach mit all ihren Gegensätzen fotografieren. Jeder einzelne Bezirk in Manhattan ist so besonders das ich einfach mehrere Stunden und auch Tage an denselben Orten verweile. Ich möchte vermeiden an etwas halbherzigen zu arbeiten. Es geht mir darum die Stadt so authentisch wie möglich einzufangen. Fern ab jeglicher Touristen und Postkartenmotive.

China Town // Tomaso Baldessarini 2016

China Town // Tomaso Baldessarini 2016

China Town // Tomaso Baldessarini 2016

China Town // Tomaso Baldessarini 2016

China Town  & Little Italy // Tomaso Baldessarini 2016

China Town  & Little Italy // Tomaso Baldessarini 2016

China Town  & Little Italy// Tomaso Baldessarini 2016

China Town  & Little Italy// Tomaso Baldessarini 2016

China Town  & Little Italy// Tomaso Baldessarini 2016

China Town  & Little Italy// Tomaso Baldessarini 2016

China Town  & Little Italy// Tomaso Baldessarini 2016

China Town  & Little Italy// Tomaso Baldessarini 2016

China Town  & Little Italy// Tomaso Baldessarini 2016

China Town  & Little Italy// Tomaso Baldessarini 2016

The City of Eyes

cc//Tomaso Baldessarini

Hallo meine lieben,

heute melde ich mich mit einem größeren Blog-Post mit vielen Bildern zurück die gestern auf meiner Tour zwischen Chelsea, Broadway, Union Square, Time Square und Downtown entstanden sind. Vor 15 Uhr kann man das Haus eigentlich nicht verlassen, denn wenn es 30 Grad in New York sind, dann fühlt sich das wie 40 Grad in Deutschland an. Die extreme Luftfeuchte lässt einen dauerhaft Schwitzen und ohne Kondition ist man hier wirklich verloren. Die Abendsonne ist einfach die schönste und Manhattan fängt an zu leben. Besonders die Abendstunden sind es die Manhattan so spannend machen. Ab 20 Uhr laufen hier die verrücktesten Menschen umher. In New York ist es so, wenn ich bewusst Augenkontakt suche komme ich ins Gespräch mit den Leuten. Ich habe Tony kennengelernt, er lebt sein ganzes Leben schon in New York. Er ist Obdachlos aber so voller Freude und Glück. Er hatte kein Geld so das ich ihm ein paar Burger und etwas zu trinken gekauft habe. Es tut mir nicht weh jemanden etwas zu geben der es nicht wirklich gut im Leben hatte. Im Allgemeinen sind die sozialen Extreme wirklich erst in Manhattan sichtbar. Teilweise bin ich wirklich geschockt und ich habe sehr gern ein paar Dollar verteilt für die Leute die es wirklich brauchen und nicht so gut im Leben haben wie wir. Es folgen heute wirklich viele Bilder, die ich gestern gemacht habe. Euer Tom

 

Its about your own competition

cc//Tomaso Baldessarini 

Hi folks,

heute geht wieder ein Blog Eintrag von mir online. Ich sammle hier Erfahrungen die mich und meine Fotografie in eine neue Richtung schieben. Es gibt viele Dinge, die man beachten muss, wenn man an neuen Orten ist um zu fotografieren. Wenn man Street-Photography betreibt braucht man Zeit, das ist auch der Grund wieso ich nun 4 Wochen hier bin. Man muss sich auf die Stadt oder den Ort wo man sich gerade befindet einlassen. Man ist ein Detektiv der jeden Millimeter einer Stadt genauer beleuchtet. Es ist durchaus anstrengend jeden Tag mehrere Kilometer in der visuellen Macht einer Stadt wie New York zu verbringen. Da kommen wir auch zu einem der wichtigsten Aspekte in dieser Form der Fotografie. Laufen, Laufen und nochmal Laufen dann stehen bleiben und ein paar Minuten die Umgebung, in der man sich gerade befindet zu untersuchen. Dann wieder und wieder laufen. In der Street-Photography geht es darum besondere Momente einzufangen, diese kommen oft unverhofft und man muss es schaffen die Kontrolle über sich abzugeben. Es ist wichtig seinem Gefühl und seiner Emotion zu folgen, an Dingen festzuhalten die einen persönlich interessieren und auch faszinieren. Wirklich planen kann man so ein Buch nicht, man muss lernen sich treiben zu lassen und genau zu beobachten. Diese unvorhersehbaren Situationen, diese besonderen Momente entstehen nur dann, wenn man sich treiben lässt und seinen Kopf ausschaltet und sein visuelles Herz sprechen lässt. Ich merke das es wichtig ist, sich keinem Druck auszusetzen. Immerhin finanziere ich das Projekt aus eigener Hand und möchte ein tolles Ergebnis liefern. Fotografiere was dich bewegt und folge dem Tunnel, in dem du dich befindest, das ist mein Ansatz dem ich die nächsten Wochen folgen werde. Im generellen sollte man wirklich seinen Visionen folgen und Projekte ohne Druck realisieren. Man sollte sie wirklich angehen und nicht immer über die Vor- und Nachteile eines solchen Vorhabens spekulieren. Niemand weis, ob das alles so funktioniert, wie man sich das vorstellt. Man muss hart arbeiten und sich zwingen jeden Tag mit der Kamera vor die Tür zu gehen, auch wenn es 30 Grad im Schatten sind oder gerade ein Orkan über der Stadt wütet. Die Schönheit der Street-Fotografie ist das unverhoffte, diese kleinen Momente voller Glück, wenn man es geschafft hat tolle Bilder zu machen. Man muss sich aber daran gewöhnen, das es Tage geben wird, wo man ohne Ergebnis nachhause kommt, der Anspruch steigt mit jeden Tag und der Druck wächst. Man sollte aber trotzdem nie aufgeben, das gilt im Allgemeinen auch für alles andere im Leben. Niemals aufgeben, egal was andere sagen oder meinen zu wissen. Fotografie ist das persönlichste Medium um auszudrücken wie man die Welt und die Dinge sieht. Lasst euch dieses Gut und Glück nicht nehmen und ignoriert eure Ängste. Ängste sind kein guter Begleiter für deine persönliche Arbeit. Es kann nicht immer alles perfekt laufen, das wäre eine reine Lüge, wenn euch jemand sagt, das immer alles von Anfang an perfekt laufen muss. Fehler sind wichtig, man lernt aus seinen Fehlern um Dinge besser Zutun wenn man nur ehrlich zu sich selber ist. Ich bin dankbar das ich das hier gerade machen darf. Oft komme an meine Grenzen, was meine körperliche Verfassung angeht. Aber ich wachse mit dem Anspruch, jeden Tag bessere Fotos zu machen und Geschichten zu erzählen. Gestern war ich nochmal für ein paar Stunden in Manhattan unterwegs, ich lasse mich gerade einfach treiben und höre auf zu planen. Warum ich das hier alles schreibe, ganz einfach : Sich selbst zu fordern ist das beste was ihr machen könnt, ich gehe ganz ehrlich und offen mit allem um. Perfekte Menschen sind langweilig man weis sie können nicht perfekt sein, weil das keiner von uns ist. Euer, Tom

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